Bitcoin-Zertifikate

Bitcoin-Zertifikate – wie Anleger damit vom Bitcoin-Hype profitieren

Vor allem dank institutioneller Investoren steigt der Bitcoin-Kurs derzeit rasant. Bitcoin-Zertifikate sind eine gute Möglichkeit, am Bull Run teilzunehmen.

Generell gibt es mehrere Möglichkeiten, vom Kursanstieg des Bitcoins zu profitieren. Bitcoin-Zertifikate sind hier vor allem für Privatanleger eine spannende Option.

Was ist Bitcoin?

Bitcoin ist die älteste vollständig digitale Währung. Versuche, ein dezentrales und von den Banken und anderen „vertrauenswürdigen Mittelsmännern“ unabhängiges Geldsystem zu schaffen hatte es bereits seit den Anfängen des Internets gegeben. Der Durchbruch gelang schließlich dem japanischen Programmierer Satoshi Nakamoto mit der durch ihn entwickelten Blockchain-Technologie. Den Hintergrund dafür bildeten die letzte große Finanz- und Wirtschaftskrise und der seinerzeit massive Vertrauensverlust in die Banken. Nakamoto betrachtete seine Erfindung als alternative globale Währung, deren Sicherheit nicht mehr durch das Banksystem, sondern durch kryptografische Verfahren garantiert wird. Die Anforderungen eine solche Währung und die technologischen Grundlagen der Blockchain brachte er im Oktober 2008 in einem Whitepaper auf den Punkt. Am 03. Januar 2009 ging das Bitcoin-Netzwerk an den Start. Einige Tage später publizierte Satoshi Nakamoto die erste Version der Zugangssoftware Bitcoin Core.

Das Währungskürzel für Bitcoin lautet BTC, die kleinste existierende Einheit des Bitcoins ist ein Satoshi (1 BTC = 100.000 Satoshi). Anfangs hatte Bitcoin keinen in anderen Währungen bezifferbaren Wert. Der erste publizierte Wechselkurs lag bei 0,08 Dollar-Cent. Er wurde im Jahr 2020 anhand der Produktionskosten für das Mining der digitalen Münzen kalkuliert. Seit 2012 hatte Bitcoin – bei einer insgesamt stark volatilen Kursentwicklung – steigende Wechselkurse zu konventionellen Währungen zu verzeichnen. Ein erstes Allzeithoch erreichte die digitale Währung am 17. Dezember 2017 mit einem Wechselkurs knapp unter der 20.000-Dollar-Marke. Auf diesen Spitzenwert folgte zunächst eine fast ebenso rasante Talfahrt, eine nachhaltige Erholung setzte erst in der zweiten Jahreshälfte 2020 ein. Mitte Dezember 2020 stieg der Wechselkurs erstmals über 20.000 US-Dollar, am 10. Januar 2021 war ein Bitcoin über 40.000 US-Dollar wert.

Was treibt den Bitcoin-Wechselkurs?

Für den Wertzuwachs des Bitcoins gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist der Bitcoin bereits seit einigen Jahren dabei, im Mainstream der Finanzwelt anzukommen. Die ersten BTC-Zertifikate brachte die Schweizer Bank Vontobel bereits im Jahr 2017 auf den Markt, inzwischen haben diverse andere Banken mit diversen BTC-Anlageprodukten nachgezogen. Treiber für den Bitcoin-Kurs waren im letzten Jahr auch die Diskussion über digitale Staatswährungen und die Corona-Pandemie. Angesichts der Unsicherheit an den Börsen interessieren sich professionelle Anleger zunehmend für BTC-Geldanlagen. Zudem behauptet sich Bitcoin in der Welt der Kryptowährungen mit einem Marktanteil von rund 70 Prozent nach wie vor unangefochten auf dem ersten Platz.

Zu den Kurstreibern zählt derzeit auch das sogenannte Halving: Es jeweils nach dem Mining von 240.000 Datenblöcken statt. Die Belohnung für die Miner halbiert sich zu diesen Terminen, um die Stabilität der digitalen Währung abzusichern. Nach dem ersten Halving im Jahr 2012 erhielten Miner für einen Datenblock statt 50 nur noch 25 Bitcoins, nach dem Halving des Jahres 2016 reduzierte sich die Belohnung auf 12,50 BTC. Der nächste Halving-Termin wird um den 20. Januar 2021 erwartet. Erfahrungsgemäß erfolgt in den Monaten zuvor ein Anstieg des Wechselkurses. Experten sind sich allerdings aktuell nicht sicher, ob das Halving derzeit der ausschlaggebende Faktor für die Kursentwicklung ist oder ob der rasante Anstieg des Wechselkurses der steigenden Nachfrage – bei knapper werdendem Angebot – geschuldet ist.

Wie kann ich Bitcoin kaufen?

Bitcoin kaufen Interessenten in direkter oder indirekter Form. Im ersten Fall erwerben sie einen eigenen Bestand der digitalen Währung – hierfür stehen ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Unkompliziert und ohne Nutzung einer Börse oder eines Brokers möglich ist es, Bitcoins von anderen Personen gegen konventionelle Währungen zu erwerben oder an einem Bitcoin-Geldautomaten einzutauschen. Weltweit gibt es derzeit knapp 13.700 solcher ATMs, in Deutschland waren sie bisher allerdings kaum zu finden. Inzwischen plant die Sutor-Bank einen flächendeckenden Rollout von Automaten, die den Anforderungen der Finanzaufsicht entsprechen. Anonymität – eine der ursprünglichen Kernideen der digitalen Währung – ist damit allerdings nicht mehr gegeben. Potenzielle Nutzer müssen sich auf einer Webseite registrieren und ihre Identität verifizieren lassen, um illegale Transaktionen zu verhindern. Einem komfortablen Tausch am Automaten dürfte inzwischen auch der hohe Wechselkurs entgegenstehen.

Außerdem hat sich im vergangenen Jahrzehnt ein aktiver Kryptowährungs-Markt entwickelt. Sogenannte Broker agieren als Vermittler für den Kauf und Verkauf des digitalen Geldes. Wer Bitcoin kaufen und damit handeln will, muss sich dafür auf einer digitalen Kryptowährungs-Börse registrieren.

Vor allem Einsteiger, die Bitcoin kaufen wollen, betrachten allerdings die technischen Anforderungen für Transaktionen mit der digitalen Währung als eine wesentliche Hürde. Die Grundvoraussetzung dafür ist eine digitale Wallet, die es in verschiedenen Varianten gibt. Am einsteigerfreundlichsten sind mobile Wallets in Form von Smartphone-Apps.

Bitcoin-Anlageprodukte

Fonds

Investoren können jedoch auch auf indirektem Weg vom Höhenflug des Bitcoins profitieren. In den letzten Jahren sind verschiedene Anlageprodukte auf den Markt gekommen, die es ermöglichen, in die digitale Währung zu investieren. Anleger können zwischen den folgenden Wertpapieren wählen:Fonds
Ein Bitcoin-Fonds investiert direkt in die digitale Währung. Auf dem Markt befindet sich derzeit der Bitcoin Investment Trust (ISIN US09173T1088). Er repräsentiert direkt den Wert des Bitcoins – der Wert eines Fondsanteils entspricht 0.092 BTC. Der Anbieter des Fonds ist der Finanzdienstleister Grayscale, der ein Fondsvermögen von mehr als einer Milliarde US-Dollar angibt. Als Verwaltungsgebühr für die Geldanlage werden jährlich zwei Prozent der individuellen Anlagesumme fällig. Fondsanteile können über Depotbanken erworben werden, die am außerbörslichen Handel von Werten des US-amerikanischen Nasdaq-Index beteiligt sind. Ein Anbieter in Deutschland ist beispielsweise die Onvista Bank.

Differenzkontrakte

Differenzkontrakte (CFDs) sind Finanzprodukte, die zu den sogenannten Derivaten zählen. Dabei handelt es sich um Hebelprodukte, die es ermöglichen, auf steigende oder sinkende Kurse zu setzen. In der Börsensprache werden entsprechende Strategien als Long- oder Short-Time Trading bezeichnet. Die Kursentwicklung hängt von der Wertentwicklung des dem CFD zugrundeliegenden Basiswertes ab. Solche Basiswerte können beispielsweise Rohstoffe, Aktien, Anleihen oder Kryptowährungen sein. Anleger erwerben mit einem CFD zunächst lediglich eine Forderung. Gewinne erwirtschaften sie dann, wenn sich ihre Long- oder Short-Term-Strategie als richtig erwiesen hat. BTC-Differenzkontrakte zu anderen Kryptowährungen (unter anderem Ethereum, Ripple, Litecoin und Dash) werden beispielsweise auf der Social-Trading-Plattform eToro angeboten. Börsengehandelte Wertpapiere sind diese CFDs jedoch bisher nicht, was unter anderem bei Kursverlusten problematisch werden kann, wenn viele Anleger ihre Werte kurzfristig verkaufen wollen. Zum Teil werden für CFDs hohe Gebühren fällig.

Bitcoin-Zertifikate

Zertifikate sind Schuldverschreibungen, die ebenso wie CFDs zu den Derivaten zählen. Die auf dem Markt befindlichen BTC-Zertifikate bilden den Kurs der Kryptowährung in einer konventionellen Währung ab.

Was ist ein Bitcoin-Zertifikat?

Zertifikate sind ein relativ junges Finanzprodukt, das sich erst seit dem Beginn der 1990er Jahre auf dem Markt befindet. Sie werden von Banken ausgegeben und ermöglichen vor allem Privatanlegern, komplexe Anlagestrategien zu entwickeln und in Anlageklassen aktiv zu sein, die ansonsten institutionellen Investoren vorbehalten sind. In sehr allgemeiner Form lassen sie sich in Partizipationszertifikate und Zertifikate mit einem definierten Rückzahlungsprofil unterscheiden. Im zweiten Fall werden die Laufzeit des Zertifikats sowie die Bedingungen seiner Wertentwicklung bis zur Fälligkeit bei seiner Emission definiert. Beispiele für solche Zertifikate sind Optionsscheine und Aktienanleihen. Partizipationszertifikate sind dagegen in der Regel Open-End-Zertifikate. Sie verfügen somit über keine bestimmte Laufzeit und können zumindest theoretisch endlos gehalten werden. Die Wertentwicklung eines solchen Zertifikats richtet sich nach dem Trend des Basiswertes.
Ein Bitcoin-Zertifikat gibt es in beiden Varianten – also mit unbestimmter oder fixer Laufzeit.

Um ein klassisches Investment handelt es sich bei einem Bitcoin-Zertifikat allerdings nicht – Anleger spekulieren damit long-term oder short-term auf die Kursentwicklung. Bei der Auszahlung eines 1:1 Zertifikates erhält der Anleger dessen Nominalwert sowie – sofern Gewinne entstanden sind – die Summe, die aus der Kursentwicklung des Basiswertes resultiert. Neben 1:1 Zertifikaten befinden sich inzwischen zahlreiche Sonderformate auf dem Markt.

Bitcoin-Zertifikat Hebel

Erklärungsbedürftig für Einsteiger ist der Bitcoin-Zertifikat Hebel, der im günstigsten Fall zu einer Vervielfachung der Gewinne der Geldanlage führt. Beim Trading mit Hebel-Produkten, zu denen neben Zertifikaten beispielsweise auch CFDs gehören, wird nur ein Teil des bewegten Kapitals physisch hinterlegt, der als Sicherheitsleistung dient und als Margin bezeichnet wird. Der Hebelfaktor entscheidet, wie viel Kapital über diese Basiseinlage hinaus gehandelt wird. Der Bitcoin-Zertifikat Hebel ermöglicht folglich, mit relativ geringem direktem Kapitaleinsatz hohe Renditen zu erzielen. Als ein Beispiel: Wenn der Hebel eines Finanzprodukts bei 1:10 liegt, werden mit einem Einsatz von zehn Euro 100 Euro Kapital bewegt. Gewinne und Verluste werden jeweils mit dem Faktor 10 multipliziert.

Allerdings sind Hebel-Produkte eine sehr risikoreiche Form der Geldanlage, die vor allem für erfahrene Anleger und Trader geeignet ist, die ihr persönliches Risikoprofil kennen und über sehr gute Kenntnisse der Kursentwicklung sowie der mikro- und makroökonomischen Marktbedingungen verfügen. Der Bitcoin-Zertifikat Hebel wirkt sich sowohl im Long-Term- als auch im Short-Term-Trading aus, so dass es auch bei Kursverlusten möglich ist, mit einem Bitcoin-Zertifikat Gewinne zu erzielen. In den Ausschreibungen der Emittenten wird ein solches Wertpapier auch als Faktor-Zertifikat oder Bitcoin-Turbozertifikat bezeichnet.

Vorteile von BTC-Zertifikaten

Ein Bitcoin-Zertifikat ist hervorragend dafür geeignet, ein privates Anlageportfolio zu ergänzen. Die Zertifikate ermöglichen BTC-Investitionen, ohne sich mit der Blockchain oder der Führung einer Wallet zu befassen. Vorteile von BTC-Zertifikaten sind insbesondere:

  • Anleger partizipieren optimal an der Wertsteigerung der digitalen Währung.
  • Anders als beim Trading auf Krypto-Exchanges ist mit einem Bitcoin-Zertifikat kein Risiko durch Hackerangriffe verbunden.
  • Ein Zugang zu Krypto-Plattformen ist nicht erforderlich.
  • Die Laufzeit der Zertifikate ist frei wählbar. Möglich sind die Partizipation an kurzfristigen Kurzgewinnen ebenso wie langfristige Investments.
  • Open-End-Zertifikate können jederzeit veräußert werden, wenn persönlicher Liquiditätsbedarf besteht.
  • Ein Bitcoin-Zertifikat ist Bestandteil des normalen Depots und erfordert keinen zusätzlichen Aufwand.
  • Der Erwerb der Papiere geht schnell und unkompliziert vonstatten.
  • Die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge wird direkt durch den Broker an den Fiskus abgeführt.

Nachteile von BTC-Zertifikaten

Nachteile der Zertifikate beziehen sich auf die folgenden Punkte:

  • Hohe Volatilität des Wechselkurses.
  • Im Vergleich zum direkten Kauf von Bitcoins höhere Kosten sowie jährliche Gebühren.
  • Emittentenrisiko bis zum Totalverlust.
  • Erträge sind oberhalb der Freigrenze von derzeit 801 Euro steuerpflichtig.

Bitcoin-Zertifikate kaufen – welche Angebote gibt es?

Das erste in Deutschland verfügbare Bitcoin-Zertifikat wurde 2017 durch die Schweizer Vontobel-Bank herausgegeben. Es bildet 1:1 den Wert des US-Dollars ab. Anleger, die sich für diese Investition entscheiden, partizipieren an den Kursgewinnen und Kursverlusten des BTC gegenüber dem US-Dollar. Der schwedische Anbieter XBT Provider hat bereits 2015
ein Bitcoin-Zertifikat auf den Markt gebracht, das ebenfalls auf dem US-Dollar-Kurs basiert, jedoch Investitionen in Euro sowie in Schwedischen Kronen unterstützt. In Deutschland hat beispielsweise der Fondsmanager Hendrik Leber BTC in das Portfolio des Investmentfonds Datini Valueflex integriert. Die Kryptowährung macht derzeit rund acht Prozent des Fondsvermögens aus und ist damit die größte Einzelposition. Die Grundlage dafür bildet auch hier ein Bitcoin-Zertifikat. Die Schweizer Bank Swissquote hat ebenfalls ein Bitcoin-Zertifikat (ISIN: CH0542378622) sowie ein Multikryptowährungs-Zertifikat (ISIN: CH0521604923) auf der Basis von BTC und acht weiteren digitalen Währungen auf den Markt gebracht. Beide Produkte werden aktiv verwaltet. Ein Bitcoin-Turbo-Zertifikat wird beispielsweise durch die Düsseldorfer Finanzgesellschaft Lang & Schwarz herausgegeben. Auch die Turbo-Zertifikate des US-amerikanischen Anbieters Morgan Stanley International sind auf dem deutschen Markt verfügbar.

Das mit Abstand wichtigste Bitcoin-Zertifikat in Deutschland ist nach wie vor das Bitcoin-Zertifikat Vontobel. Ursprünglich war für das 1:1 Zertifikat eine zweijährige Laufzeit vorgesehen. Inzwischen wurde das Bitcoin-Zertifikat Vontobel (ISIN DE000VL3TBC7) in ein Open-End-Partizipationszertifikat umgewandelt, das dem Kursverlauf des BTC gegenüber dem US-Dollar direkt folgt. Ein Hebeleffekt ist bei diesem Zertifikat nicht vorgesehen. Anfang Januar 2020 hat die Vontobel-Bank ein weiteres Kryptowährungs-Zertifikat ISIN: DE000VE5 CRY7) herausgegeben, dass neben BTC vier weitere Kryptowährungen (BTC Cash, Ethereum, Ripple, Litecoin) integriert, die innerhalb des Anlagevermögens gleich gewichtet wurden. Der Basiswert dieses Zertifikats notiert ebenfalls in US-Dollar.

Bitcoin-Zertifikate kaufen – welche Handelsmöglichkeiten gibt es?

Das Bitcoin-Zertifikat Vontobel oder das Angebot der Swissquote können direkt bei den emittierenden Banken erworben werden, für den Datini Valueflex ist die Fondsgesellschaft ein direkter Ansprechpartner. Daneben gibt es für BTC-Zertifikate weitere Handelsmöglichkeiten – hierzu gehören beispielsweise die Angebote Bitcoin-Zertifikat comdirect, Bitcoin-Zertifikat Flatex und Bitcoin-Zertifikat Onvista:

  • Bitcoin-Zertifikat comdirect
    Die comdirect Bank befindet sich seit 1994 auf dem Markt und ist heute ein Geschäftsbereich der Commerzbank. Ein Bitcoin-Zertifikat comdirect gibt es beispielsweise von den Emittenten Vontobel, XBT sowie von Lang & Schwarz.
  • Bitcoin-Zertifikat Flatex
    Das Unternehmen Flatex wurde im Jahr 2006 gegründet und gehört heute zu den führenden Online-Brokern Deutschlands. Flatex ist an eine Vielzahl nationaler und internationaler Börsenplätze angebunden und auch im außerbörslichen Wertpapierhandel aktiv. Die Plattform unterstützt somit den Handel nahezu aller Wertpapierarten. Auf Flatex können alle relevanten BTC-Zertifikate gehandelt werden. Außerdem gibt der Anbieter bereits seit 2017 ein eigenes Bitcoin-Zertifikat Flatex (ISIN DE000VL6LBC7) heraus.
  • Bitcoin-Zertifikat Onvista
    Onvista positionierte sich ab 1998 zunächst als unabhängiger Anbieter von Finanzinformationen auf dem Markt. Nach dem Verkauf des Portals erfolgte ab Ende 2007 der Einstieg in die Online-Brokerage mit Wertpapieren. Die Onvista-Bank wurde 2009 gegründet und gehört heute zur Commerzbank. Ihr Kerngeschäft besteht im börslichen und außerbörslichen Handel aller gängigen Wertpapiere. Ein Bitcoin-Zertifikat Onvista können Anleger sowohl als klassisches 1:1 Open-End-Zertifikat – beispielsweise von Vontobel – als auch als Bitcoin-Turbo-Zertifikat erwerben.

Bitcoin-Zertifikate kaufen – wie es funktioniert

Bitcoin-Zertifikate kaufen und verkaufen

Bitcoin-Zertifikate kaufen und verkaufen können Anleger ohne großen Aufwand. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist die Anlage eines Wertpapierdepots. Die Depots können bei einer Bank oder einem anderen Broker wie beispielsweise Flatex eröffnet werden. Aufgrund der im Vergleich zu entsprechenden Angeboten von Filialbanken deutlich niedrigeren Kosten für die Depotführung und die Abwicklung von Einzeltransaktionen ist grundsätzlich die Depoteröffnung bei einer Direktbank oder einem anderen Online-Broker zu empfehlen. Die Eröffnung des Depots muss grundsätzlich in Papierform vorgenommen werden. Die Antragsformulare dafür stehen auf den Webseiten der Anbieter zum Download zur Verfügung. Aus rechtlichen Gründen werden bei der Antragstellung auch die bisherigen persönlichen Erfahrungen mit Wertpapiergeschäften abgefragt. Diese Selbstauskunft ist für den Kunden nicht verpflichtend – wenn sie nicht erfolgt, kann daraus allerdings ein Ausschluss von bestimmten Wertpapiergeschäften resultieren. Für den Handel mit Zertifikaten und anderen risikoreichen Finanzprodukten muss außerdem zwingend das Formular „Wichtige Informationen über Verlustrisiken bei Finanztermingeschäften“ unterschrieben werden. Für die Bearbeitung des Antrags ist eine Identifikation des Kunden anhand des Personalausweises oder Reisepasses erforderlich. Sie erfolgt in einer Post-Filiale durch das Post-Ident-Verfahren oder per Video-Ident direkt durch die depotführende Bank. Die Bearbeitung des Antrags dauert nur wenige Arbeitstage. Nach dem Erhalt der Zugangsdaten wird das Depot online aktiviert.

Wenn Wertpapiere bei verschiedenen Anbietern gehandelt werden sollen, muss bei jedem Broker ein eigenes Depot eröffnet werden.

Bitcoin-Zertifikate kaufen geht in den folgenden Schritten vor sich:

  1. Einloggen in das Wertpapierdepot
  2. Aufruf der Kaufmaske, über die alle handelbaren Produkte des jeweiligen Anbieters abgerufen werden können.
  3. Eingabe der gewünschten BTC-Zertifikate in die Kaufmaske per WKN oder ISIN.

ISIN für ausgewählte BTC-Finanzprodukte:
Bitcoin-Zertifikat Vontobel: ISIN DE000VL3TBC7
XBT Bitcoin-Zertifikat: ISIN SE000712602
Datini Valueflex Fonds: ISIN DE000A1H72F1
Grayscale BTC Fund: ISIN US3896371099

  1. Angabe der Kaufmenge, eventuell Festlegung eines Stopp-Loss-Limits zur Risikobegrenzung.
  2. Bestätigung des Kaufauftrags. Das Bitcoin-Zertifikat wird unmittelbar danach im Depot abgelegt und dort verwahrt.

Fazit:

Ein Bitcoin-Zertifikat ist eine lukrative und sehr renditestarke Form der Geldanlage für private Investoren, die damit direkt an der Kursentwicklung der digitalen Währung partizipieren. Die Zertifikate werden in unterschiedlichen Formaten angeboten. Im Hinblick auf die Laufzeit können Anleger zwischen kurzfristigen Geldanlagen und Open-End-Zertifikaten wählen. Mit einem Hebel ausgestattete Zertifikate (Bitcoin-Turbo-Zertifikat) bieten eine Chance auf besonders hohe Gewinne, sind jedoch auch mit einem hohen Risiko verbunden.

Die größte Marktbedeutung in Deutschland hat bisher das Bitcoin-Zertifikat Vontobel. Daneben sind bei Banken und Online-Brokern diverse andere BTC-Zertifikate erhältlich, die ebenfalls renditeträchtig sind.

Wichtig: Bei BTC-Zertifikaten handelt es sich um hochriskante Wertpapiere, deren Erträge durch ein Spekulationsgeschäft zustande kommen. Für Einsteiger sind sie daher nur bedingt geeignet. Wer Bitcoin-Zertifikate kaufen will, sollte hierfür nur finanzielle Mittel investieren, die auch mittel- und langfristig anderweitig nicht benötigt werden.

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